Grußwort von Professor Dr. Frankenberg
Baden-Württemberg ist ein Musikland par excellence. Diese Verbundenheit hat eine sehr, sehr lange Tradition: So sind die Knochen- und Elfenbeinflöten, die wir aus dem Geißenklösterle, dem Hohle Fels und dem Vogelherd im Ach- und Lonetal kennen, mit über 35.000 Jahren die ältesten Musikinstrumente weltweit. Sie belegen eindrucksvoll, dass Musik bereits im frühesten Jungpaläolithikum der Schwäbischen Alb ein weit verbreiteter Bestandteil des Lebens war.
Heute richten Kulturschaffende in Baden-Württemberg jährlich über 120.000 Konzerte aus. Etwa 800.000 Menschen sind aktiv in Musikvereinen engagiert, lernen ein Instrument oder sind in Musikberufen tätig. Über 400.000 Musikbegeisterte singen in Chören. Zudem hat das Land die meisten Laienchöre in Deutschland, und mehr als jede fünfte Musikschule bundesweit steht in Baden-Württemberg.
Auf dieser ungewöhnlich breiten, von der Landesregierung ideell und materiell geförderten Basis der Musizierpraxis bauen die musikalischen Spitzenleistungen des Landes auf – mit weltweit renommierten Ensembles, Orchestern und Bands.
Dieser Veranstaltungskalender will einen umfassenden Überblick über alle Aktivitäten der Musikwelt im Land geben, die in Kooperation mit der Großen Landesausstellung „Musikkultur in Baden-Württemberg“ stattfinden und hierzu einen inhaltlichen Bezug aufweisen.
Ich lade Sie herzlich ein, viele dieser Veranstaltungen zu besuchen, um einen Eindruck zu gewinnen von der außergewöhnlichen musikalischen Vielfalt unseres Bundeslandes.
Ich wünsche den Besucherinnen und Besuchern der Veranstaltungen, den Künstlerinnen und Künstlern sowie den Organisatorinnen und Organisatoren viel Erfolg und allen Beteiligten anregende und interessante Erlebnisse.
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Professor Dr. Peter Frankenberg |
| Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg |
Grußwort der beiden Museumsdirektoren
Im
Jahre 2010 veranstalten das Badische Landesmuseum in Karlsruhe und,
mit einem Beitrag, das Landesmuseum Württemberg in Stuttgart eine
„Große Landesausstellung", die sich mit Geschichte und Gegenwart
der Musikkultur im Land Baden-Württemberg und seinen historischen
Regionen befasst. "Vom Minnesang bis zur Popakademie" ist das
Thema der Ausstellung in Karlsruhe, "Freud und Leid in Dur und
Moll" das der Stuttgarter Begleitausstellung. In beiden
Ausstellungen geht es um ein reiches Musikschaffen, das von der
Urgeschichte über das Mittelalter bis hin zu Konzertmusik, Pop,
Jazz, zeitgenössischer Oper und Folklore der Gegenwart reicht.
„Musik"
ist nur in zweiter Linie zum Sehen in Ausstellungen, sondern zunächst
zum Hören - und „Machen" - da. Und Musik ist nichts, was in
Baden-Württemberg an nur einem Ort und zu einem Anlass produziert,
aufgeführt und gehört wird. So bot sich an, ein reiches
Begleitprogramm zur „Großen Landesausstellung" nicht nur in
Karlsruhe und Stuttgart, sondern im ganzen Land zu initiieren. Bei
der notwendigen Auswahl aus einer Vielzahl von Vorschlägen, die als
äußerst positive Resonanz bei uns eingingen, wurden von der
Bewertungskommission unter Leitung von Staatssekretär a. D. Michael
Sieber hohe Ansprüche an Qualität und Authentizität gestellt. So
ist auf diese Weise ein äußerst vielfältiger und informativer
Querschnitt durch das gesamte Musikschaffen im ganzen Land zustande
gekommen.
Es
sei besonders Frau Dr. Isabel Eisenmann gedankt, die engagiert und
kompetent die Zusammenstellung des Programms bewerkstelligte und in
diese Veröffentlichungsform brachte.
Wir wünschen viel Freude beim Sehen und Hören!
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| Cornelia Ewigleben | Harald Siebenmorgen | |
| Landesmuseum Württemberg |
Badisches Landesmuseum |













